Am 16. September 2017 startet das 184. Oktoberfest.

Rund ums Oktoberfest

Es ist das größte Volksfest der Welt und findet jedes Jahr im Oktober auf der Theresienwiese in München statt und dauert 2 Wochen an.

Das allererste Oktoberfest fand am 17.Oktober 1810 als Pferderennen anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese statt. Es war das letzte Fest von vielen verschiedenen privaten und öffentlichen Feiern zur Hochzeit. 1813 fiel das Fest durch die napoleonischen Kriege einmalig aus, danach wuchs es von Jahr zu Jahr weiter an. Es kamen Kletterbäume, Kegelbahnen, Schaukeln und ein Karussell dazu. Ab 1819 übernahmen dann die Münchner Stadtväter die Festleitung und von da an fand es jedes Jahr planmäßig statt.

Später wurde das Oktoberfest verlängert und aufgrund des Wetters in die letzten Septembertage vorverlegt, sodass nur noch das letzte Festwochenende in den Oktober fällt. Von 1880 an wurde der Bierverkauf genehmigt und 1881 gab es zum ersten Mal Hendl auf der Wiesn. Letztlich begannen die Brauereien, Bierhallen anstatt der Bierbuden zu errichten, damit den Besuchern Sitzplätze zur Verfügung standen. Dadurch kamen dann wiederum mehr Schausteller und Karussellbesitzer und das Fest wurde immer größer.

Heute gibt es auf 31 Hektar 16 große und 21 kleinere Festzelte, die insgesamt 120.000 Sitzplätzen anbieten. In den 14 Tagen werden rund 6 Millionen Besucher bewirtet, die 85 ganze Kälber, 116 Ochsen, 59.000 Schweins-Haxen, 120.000 Paar Schweinswürste und 510.000 Hendel verspeisen und 7,7 Millionen Liter Bier trinken.

Oktoberfest – Begriffe

„Wiesn“

Im Bayrischen wird das Oktoberfest „Wiesn“ genannt. Der Begriff kommt von der Theresienwiese und stellt eine Verkürzung des Namens dar. Er wird synonym für die Bezeichnung Theresienwiese verwendet, deshalb kann man auch außerhalb des Oktoberfestes auf die „Wiesn“ gehen.

„O’zapft is!“

Das Oktoberfest beginnt mit dem Einzug der Wiesenwirte und Kutschen von der Innenstadt zur Festwiese. Pünktlich 12.00 Uhr wird dann das erste Bierfass vom Oberbürgermeister mit dem Ruf „O’zapft is!“ („Es ist angezapft!“) angestochen.

Damit gilt das Oktoberfest als eröffnet. Im Anschluss werden noch 12 Böllerschüsse auf der Treppe der Bavaria abgegeben – das Signal für die Wirte, dass sie mit dem Ausschank beginnen dürfen.

Mass

Der Begriff Mass meint einen Bierkrug, der das Volumen einer Maß fasst. Ursprünglich waren das 1.069 Liter, mit Einführung des Metrischen Systems wurde es dann zu genau einem Liter.

Traditionell wurde das Bier in einem Steinkrug, dem sogenannten „Keferloher“ ausgeschenkt. Ab 1955 wurde dann ein Glaskrug eingeführt, weil er günstiger und einfacher zu reinigen ist. Außerdem ist schummeln beim Ausschenken damit unmöglich.

Zum füllen eines Maßkruges benötigt ein Schankkellner etwa eineinhalb Sekunden. Das Bier, das auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wird, ist kein normales. Es wird extra für das Oktoberfest gebraut und enthält einen bis zu 1,3 Prozent höheren Alkoholgehalt.

Kuriose Fakten

  • Auf dem Oktoberfest werden Briefkästen aufgestellt. Die Briefe, die eingeworfen werden, werden mit einem Sonderstempel der Post versehen.
  • Zu den Attraktionen gehört seit 1948 ein Flohzirkus mit etwa 80 Flöhen, die kleine Kutschen oder Karussells bewegen, Bälle schießen oder Ballett tanzen.
  • Der Schuhhersteller Adidas hat für dieses Jahr einen Wasser- und Bierresistenten Sneaker extra für das Oktoberfest auf den Markt gebracht.
  • Bereits Albert Einstein half in seiner Jugendzeit als Lehrling in der Elektrofirma seines Vaters beim Zeltaufbau mit.
  • Schürzenregel: Schleife rechts bedeutet, dass die Frau im Dirndl verheiratet oder zumindest fest verbandelt ist. Links dagegen signalisiert, dass man noch zu haben ist. Witwen tragen die Schleife hinten (Kellnerinnen allerdings auch!), Jungfrauen vorne.

Perfekt gekleidet zum Oktoberfest:

Lederhosen & Dirndl

Das Dirndl entstand erst Ende des 19. Jahrhunderts und war ursprünglich das Arbeitsgewand der jungen Mägde, die auf den Höfen in Bayern arbeiteten. Die Schürze wurde meist aus Bettwäsche genäht und war einfarbig und schlicht.

Anfänglich haben die Städter für das große Pferderennen ihre Ausgehkleidung getragen. Erst 1811, als das zentrale Landwirtschaftsfest zeitgleich stattfand, ist die Landbevölkerung in ihrer Festtracht zur Wiesn gekommen. Das waren mehrteilige, historische Trachtgewänder.

Erst in den 30er Jahren fingen Städterinnen, die im Sommer in die Berge reisten an, den Look nachzuahmen, als schlichtes, preiswertes Sommerkleid. Für die Sommerkleider wurden die Puffärmel, Schnürmieder und Schürzen übernommen. Als sich die Stadt München 1972 dann bei den Olympischen Spielen bewarb, suchte man nach markanten Symbolen, die München Welt bekannt machen sollten.

So wurde vom Münchner Stadtmarketing die Verbindung zwischen Oktoberfest und Tracht hergestellt. Die spätere Königin Silvia von Schweden machte dann 1972 als Olympia-Hostess im Dirndl Schlagzeilen – damit wollte dann jede Frau ein Dirndl haben.

Die Lederhose war ursprünglich die Arbeitskleidung von Handwerkern, Knechten, Tagelöhnern und Bergarbeitern. Die Gründung des ersten Trachtenvereins 1883 wurde von dem Lehrer Joseph Vogel und seinen Stammtischbrüdern initiiert und sollte sie vor dem allmählichen Verschwinden bewahren.

Die sechs Männer ließen sich beim Schneider Modelle der kurzen ledernen Arbeitshosen fertigen und erschienen damit sonntags beim Gottesdienst. Sie lösten einen Skandal damit aus und wurden vom Pfarrer und der Gemeinde verspottet.

König Ludwig II wiederum war Trachtenanhänger und lobte sie in einem Schreiben dafür. Daraufhin posierten verschiedene Habsburger und Wittelbacher Adelige bei der Jagd in der Lederhose. Und was der Adel trug, wurde kurz darauf von der Landbevölkerung und den Städtern imitiert. Letztendlich kam es dann zu einem Lederhosen-Boom und mittlerweile ist die Lederhose ein „Must“ für die Wiesenbesucher.

Dieses Jahr gehen die Trends für die Damen eher in Richtung schlichter Dirndl ohne viel Schnickschnack und sind in gedeckten Farben gehalten, wie Tannengrün, Bordeaux oder Dunkelblau.

Die Herren setzen 2017 auf Used- Look bei der Wahl ihrer Lederhose und die schlanke Linie beim Hemd. Dieses Jahr spielen die Details beim Outfit der Herren eine große Rolle, das heißt Knöpfe und Stickereien sind gern gesehen, sowie Gürtel mit auffälligen Schnallen. Dazu noch einen passenden Hut und das Styling ist perfekt.

Ist dir München zu weit weg, dann hol dir dein eigenes kleines Oktoberfest nach Hause. In unserem Shop findet ihr dafür coole Partydeko vom aufblassbaren Bierglas bis hin zur blau- weißen Wimpelkette. Oder wie wäre es vielleicht mit einer Mottoparty? Das passende Outfit haben wir natürlich auch dazu. Schaut doch mal vorbei.

 

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